Creative Commons

Version 31, 84.130.66.97 am 14.9.2007 13:38
Daten
Web: http://www.creativecommons.org

Creative Commons ist eine non-Profit-Organisation, die in Anlehnung an OpenSource seit 2001 Lizenzen erarbeitet und propagiert, die eine Weiterverwendung von Inhalten unter verschiedenen Bedingung ermöglichen.

Our aim is not only to increase the sum of raw source material online, but also to make access to that material cheaper and easier. To this end, we have also developed metadata that can be used to associate creative works with their public domain or license status in a machine-readable way. We hope this will enable people to use the our search application and other online applications to find, for example, photographs that are free to use provided that the original photographer is credited, or songs that may be copied, distributed, or sampled with no restrictions whatsoever. We hope that the ease of use fostered by machine- readable licenses will further reduce barriers to creativity.

Für Deutschland (die Lizenzen müssen an die lokale Gesetzgebung angepasst werden) gibt es z.Z. folgende Lizenzen:

Archive mit Werken unter CC Lizenzen

Artikel

"Are Creative Commons-NC Licenses Harmful?"

The use of an -NC license is very rarely justifiable on economic or ideological grounds. It excludes many people, from free content communities to small scale commercial users, while the decision to give away your work for free already eliminates most large scale commercial uses. If you want to protect yourself against large scale exploitation, use a Share-Alike license. This applies doubly to governments and educational or scientific institutions: content which is of high cultural or educational value should be made available under conditions which will ensure its widespread use.

If you see work online which is licensed under an -NC license, please kindly thank the creator for making their work available for free, and ask them to change the license (feel free to include a copy of this text, or a link to the network location where you found it).

As a project with the goal to make licensing choices simple, Creative Commons has a responsibility to inform its users about the drawbacks of licenses which forbid commercial uses. Many individuals who choose an -NC license are unaware of the implications of such a decision. Hopefully, the license selection screen will include a brief summary of the arguments against licenses which forbid commercial use soon.

Finally, if you must use such a license for one reason or another, please do add an additional notice specifying the term of copyright protection you desire for your work. Otherwise, traditional copyright law will apply, and commercial use will be forbidden long beyond your death.

Kommentare

Mit der Oekonux-Idee – Übertragung der Prinzipien der freien Software auf andere Bereiche – hat CC imho nicht viel zu tun.

Die meisten CC-Lizenzen sind bereits von der Idee her unfrei (d.h. mit Beschränkungen versehen wie "nicht-kommerziell" oder "keine Veränderungen"), und die wenigen restlichen sind so schlecht gemacht, daß auch deren Freiheitsgrad von manchen Leuten in Frage gestellt wird: http://lists.debian.org/debian-legal/2004/04/msg00031.html

Das CC-Projekt ist grundsätzlich ein Pro-Copyright-Projekt, was sich z.B. im Slogan "Some Rights Reserved" oder auch verschiedenen Äußerungen Lessings, zuletzt der Berliner Erklärung äußert, die der freien Software zuwider läuft. Es geht also bei CC um die Rechte des Erst-Autors, nicht um die Freiheit des Nutzers oder Umgestalters.

Das CC-Projekt scheint auf den ersten Blick eine Lücke zu füllen: da die FSF sich nur um die Freiheit von Computerprogrammen und Dokumentation kümmert und sich aus anderen Bereichen (z.B. Musik) bewußt heraushält, fehlt eine Organisation, die sich für die Freiheit aller Werksformen einsetzt und geeignete Standardlizenzen herausgibt – sozusagen eine "Free Information Foundation". Solch eine Organisation könnte sich eines Tages entweder aus Debian oder Oekonux herausbilden. CC ist die besagte Oranisation aber gewiß nicht; im Gegenteil, dieses Projekt richtet imho eine Menge Schaden an.

Thomas Uwe Gruettmueller in ox

Ich kann TUG in seiner negativen Haltung nicht zustimmen und auch in den diversen Communities sieht man CC positiv, weil rechtlich sauber formuliert mehr Freiheit geschaffen wird. Es sollte verständlich sein, dass ein Künstler z. B. einen Song freigibt, aber nicht zulässt, dass dieser beliebig verfälscht oder unter anderem Namen weiterverkauft wird.

Das ProjektOekonux leidet imho darunter, dass die inneren Mechanismen und Egoismen hinter GPL nicht gesehen werden wollen und deshalb die Extrapolation in andere Wirtschaftsbereiche nicht gelingen kann. Eine Gedankenblockade. Alles oder nichts bringt imho nichts. Man könnte sich viel überlegen: Herabsetzung der Dauer von Copyright und Patentschutz etwa, oder das Frei-kaufen oder frei-werden von Patenten (wie AIDS-Medikamenten) nach Einspielen gewisser maximaler Gewinnerwartungen. Aber das fällt alles einer überzogenen Total-Kritik des Eigentumsbegriffes zum Opfer.

Freiheit ist ein schwieriger Begriff. Können wir uns darauf einigen, dass Creative Commons mehr Wahlmöglichkeiten für die Verwendung von Inhalten schafft, in dem sie Copyright-Inhabern ein Bündel verschiedener Lizenzen kostenlos zur Verfügung stellt ?

Das OX-Problem sehe ich als weit komplizierter an, als Du es in Deiner Kritik nahelegst.

Hmmmm, das was Thomas im zweiten Absatz schreibt, denk ich mittlerweile auch. Wobei ich da noch nicht durchsteig...

karl

Ihr habt natürlich Recht, es ist komplizierter. Obige Kritik ist hauptsächlich auf diesen Beitrag von TUG zu CC bezogen und greift nur ein paar Teilaspekte auf. Außerdem sind es zwei paar Schuhe: Einerseits Gründe für einen Analysemisserfolg festzustellen, andererseits tatsächlich ein funktionierendes Wirtschafts-Gegenmodell zu entwickeln. Dazu müssten Leute mit unterschiedlichster Weltsicht ohne Scheuklappen zusammenarbeiten.

ChrisSW:

Die Kritik von Erik Möller an der -NC-Lizenz übersieht einen Punkt: Ein einmal unter einer Lizenz veröffentlichtes Artefakt kann - unwiderrufbar - von der Community in einer durch die Lizenz vorgeschriebenen Weise verwendet werden:

Creative Commons licenses are non-revocable. This means that you cannot stop someone, who has obtained your work under a Creative Commons license, from using the work according to that license (→What if I change my mind?).

Gleichwohl aber ist der Inhaber der Lizenz berechtigt, dieses Artefakt auch unter Verwendung anderer Lizenzen separat zu veröffentlichen:

One final thing you should understand about Creative Commons licenses is that they are all non-exclusive. This means that you can permit the general public to use your work under a Creative Commons license and then enter into a separate and different non-exclusive license with someone else, for example, in exchange for money (→How does a Creative Commons license operate?).

Hier ein Beispiel für die mehrfache Lizensierung einer Bilddatei bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:L ... Fürstengrab_001.jpg Der Urheber benutzt eine "GNU Free Documentation License" (GFDL) und eine "Creative Commons Attribution".

Die Kritik von Thomas Uwe Gruettmueller unter Bezug auf den Freiheitsbegriff verstehe ich nicht. Gerade im Kapitalismus sehe ich es als wichtig an, eigene Erzeugnisse gegenüber fremden Verwertungsinteressen schützen zu können.

Neue Seiten im Kontext

Sunday, 23. March 2008

Public Private Property (PPP) verfolgt das Ziel, mit Hilfe von Lizenzen einen entknappenden Umgang mit materiellen Gütern zu ermöglichen.

Das Konzept ist angelehnt an die Erfindung der GPL, die dies im Bereich "Computerprogramme" bereits erreicht hat. Dabei soll ein ähnlich modulares Lizenzsystem zum Einsatz kommen, wie es Creative Commons erfolgreich vorgemacht hat. Weitere Inspirationsquellen finden sich in den schon existierenden oder angedachten Projekten Peerconomy, Mietshäuser-Syndikat, Nutzigems, Reisenetzwerken. Allen diesen Projekten ist gemeinsam, dass sie versuchen das private Eigentumsverhältnis an materiellen Gütern zu verändern (manchmal sicherlich nicht in vollem Bewußtsein, was sie da tun).

Dabei wird das juristische Eigentum selbst erst einmal nicht angetastet. So wie ja auch bei GPL- oder CC-lizensierten Werken das Copyright beim ursprünglichen Autor verbleibt. Dennoch soll es die Möglichkeit geben, durch ein eigenes Lizenzmodul den dauerhaften Verbleib der ehemaligen Ware in PPP zu sichern. In diesem Fall wird dann das Eigentum übertragen an eine Organisation, die die Garantie übernimmt, dass PPP gültig bleibt. Auch das gibt es im Fall der GPL: Viele GNU-Projekte verlangen ein Abtreten der Rechte an die FSF, um so unproblematisch zukünftige Lizenzänderungen vornehmen zu können.

Die Nutzung eines PPP-Gutes wird möglich, wenn man die Lizenz anerkennt. Das Eigentum bleibt also privat, der Besitz wird aber gesellschaftlich. Dabei formuliert PPP den kleinsten gemeinsamen Nenner von "zur Verfügung stellen": Zeigen, dass es da ist. Zusätzlich angegebene PPP-Module ermöglichen mehr Freiheit.

Das Experiment soll dezentral ohne die Notwendigkeit, erst eine Community aufbauen zu müssen, und ohne aufwendige Software-Programmierung funkionieren. Eine Gemeinschaft bildet sich durch Nutzung und durch die Vermittlung des Internet. Von Anfang an soll aber (im Entwurf von Formaten und Protokollen) daran gedacht werden, dass man in einem nächsten Schritt dann durchaus Werkzeuge entwickelt, oder schon vorhandene nutzt, die den Umgang mit größeren Datenmengen dann überhaupt erst ermöglichen.

Unterstützer, die diese Lizenzen ausarbeiten, sowie Übersetzer (vorerst ins Englische) werden gesucht.

Monday, 10. September 2007

FreeCulture.org is an international chapter-based student organization that promotes the public interest in intellectual property and information & communications technology policy.

Friday, 23. February 2007

soz:mag – Das Soziologie Magazin

Das soz:mag versteht sich als Publikationsplattform für junge Soziolginnen und Soziologen. Es erscheint zweimal jährlich und wird an den Unis Basel, Bern, Luzern und Zürich verkauft. Daneben ist es auch im Buchhandel erhältlich: In Basel beim Narrenschiff, beim Karger Libri und im Labyrinth; in Bern bei der Bugeno (Unitobler) und "Huber und Lang"; sowie in Zürich bei Dangel und Klio. Gute Lektüre!

Die Artikel werden zudem auch online publiziert.

Selbstbeschreibung

Monday, 17. July 2006

Elephants Dream is the world’s first open movie, made entirely with open source graphics software such as Blender, and with all production files freely available to use however you please, under a Creative Commons license.